Beljean Impulse

#232 "Delegation im Alltag – Welche 6 Schritte führen alle Beteiligten zum Erfolg?"

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(Bild von Gerd Altmann auf Pixabay)

 

Führung ist heute weit mehr als nur „Anweisungen geben“. Es geht auch und insbesondere darum, Verantwortung zu teilen (das nämlich bedeutet delegieren, etwas abzuordnen). Doch wie delegieren wir als Führungskraft „effektiv“? Wie übertragen wir Verantwortung, ohne Angst haben zu müssen, die Kontrolle zu verlieren?

Führungskräfte, die z.B. aufgrund schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit eine Herausforderung damit haben, anderen zu vertrauen, werden in der Zusammenarbeit immer wieder an Grenzen stoßen. An eigene mentale Grenzen, aber eben auch an die Grenzen der Anderen. Je weniger wir vertrauen „können“, desto häufiger werden wir Enttäuschung finden, das ist die „vorauseilende Prophezeiung“.

In welcher Reihenfolge sind nun welche Punkte wichtig, um erfolgreich zu delegieren?

  1. Daher ist Vertrauen der Ausgangpunkt von Delegation. Vertrauen ist etwas absolutes. Ich vertraue meinem Gegenüber oder nicht, halbes Vertrauen gibt es ebenso wenig, wie halbe Schwangerschaften.
  2. Im nächsten Schritt sind die eigenen Ziele zu definieren.
    - Was will ich mit einer Delegation erreichen?
    - Was ist ein gutes Ziel der Delegation?
    - Aus welchen Teilschritten besteht der Weg zum Ziel?
    Etwas zu delegieren bedeutet immer, einen Teil MEINER Arbeit auf Andere zu übertragen. Dazu ist es wichtig, dass ich diese Arbeit schon einmal selbst gemacht habe, denn nur dann weiß ich um Aufwand und die zur Erledigung benötigten Fähigkeiten.
  3. Jetzt kommen die Kompetenzen meines Gegenübers ins Spiel.
    - Wer ist für die Delegation gut geeignet?
    - Wer hat Zeit, sich mit meinem Thema zu beschäftigen?
    - Welche Stärken sind dafür nötig und besitzt mein „Wunschkandidat“ diese Stärken bzw. Fähigkeiten (denn: „in den Stärken liegt die Quelle der Motivation“)?
  4. Nun geht es darum, die/den Wunschkandidaten zu befähigen
    Dieser vierte Schritt wird häufig übergangen, was zu viel Frust führt.
    - Wie hat mein Gegenüber die Delegation/das Ziel verstanden?
    - Welches Wissen muss ich als Führungskraft teilen?
    - Welche Ressourcen müssen zugänglich gemacht werden?
    - Wer muss über die Delegation informiert werden, damit Unterstützung gegeben werden kann?
  5. Jetzt kommt die Kontrolle ins Spiel
    Kontrolle wird meist negativ assoziiert. Hier geht es jedoch darum, durch häufige Kontrolle die Menschen dabei zu „erwischen“, wenn sie gut und richtig arbeiten. Das erleichtert uns das Aussprechen von Lob und Anerkennung, was zu mehr Sicherheit und innerer Motivation führt
  6. Der letzte Schritt ist das Feedback nach Beendigung.
    Auch nach der Delegation ist es wichtig, im Dialog zu bleiben. Regelmäßiges Feedback hilft, dass unsere Mitarbeitenden ihre Fähigkeiten weiter ausbauen (weiter entwickeln) werden.

Entdecken Sie die Stärken Ihrer Mitarbeiter

 

Delegation ist eine wichtige Fähigkeit für Führungskräfte, um effektiv zu arbeiten und das volle Potenzial des Teams und der Mitarbeitenden auszuschöpfen. Durch das Setzen klarer Ziele, dem Geben von Vertrauen und der nötigen Unterstützung führen wir unser Team „auf das nächste Level“. Positive Erfahrungen dabei sorgen dafür, dass immer mehr Potenzial freigesetzt werden. Dies führt zu motivierten Kolleg:innen und dazu dass wir immer mehr Zeit für die Arbeit „AM Unternehmen“ bekommen, anstatt durch Arbeit „IM Unternehmen“ unterzuzugehen.

Viel Erfolg bei der Umsetzung.

 

Lesen Sie dazu auch folgende Blog-Artikel:

 

Hier noch das passende Zitat eines Teilnehmers:
Die Firma Stielow Label & Logistik GmbH besucht seit vielen Jahren die Beljean-Seminare mit Vertriebsbeauftragten, Führungskräften und dem Management. Wir haben in dieser Zeit fest-stellen können, dass alle Ebenen gleichartig in den Zielen „bedient“ wurden, die man als Teil-nehmer von Trainingsseminaren erwartet: Motivation und nachhaltige Erkenntnisse, welche tatsächlich im Alltag eingesetzt werden – und dies dauerhaft! Beljean-Seminare sind „anders“: während man ansonsten Methoden und Weisheiten gelehrt bekommt, setzt Beljean auf das „tätige Erfahren“ der verschiedenen Themen. Gruppen­ar­beiten, Kreativität und das Erlebnis, dass wir alle gleiche Schwächen aber vor allem wertvolle Stärken haben, weckt Selbstvertrauen, Motivation und vor allem den Mut und die Ent­schlossen­heit, das Erlernte und Erfahrene tatsächlich einzusetzen. Wir erleben unsere Mit­ar­beiter von Seminar zu Seminar stärker und motivierter, was unserer Performance und Team­arbeit im Unternehmen unmittelbar zugutekommt. Eine sehr gute Investition. Wir werden es auf breiter Ebene weiter machen – ganz besonders in und gegen schwere Zeiten!
Raymond Vogt, Geschäftsführender Gesellschafter der Stielow Label & Logistik GmbH

 

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Topics: Mitarbeiterbewertung, Leitfaden, Mitarbeitergespräche, Mitarbeiter-Förderungsgespräch, Unternehmensführung, Unternehmenserfolg, Mitarbeiterführung, Umgang mit Menschen, Umgang mit mir selbst, Selbstführung

Mathias Heinrich

Geschrieben von Mathias Heinrich

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