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Konflikte unter Mitarbeitern – so helfen Führungskräfte bei Streitereien unter Kollegen

[fa icon="calendar"] 15.02.2019 / von Mathias Heinrich

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(Bildquelle: Pixabay)

Das Menschen unterschiedlicher Meinung sein können, ist ungefähr so alt, wie die Menschheit selbst. Und die Frage, wer denn Recht hat, damit wir uns auf dessen Seite stellen, ist ungefähr so genau zu beantworten, wie die Lottozahlen der nächsten Woche.

Also am besten weghören? Sicher nicht! Dann einmischen und mal eben regeln? Sicher auch nicht. Okay, was dann?

Situationsanalyse

Schauen wir uns zunächst die Situation an sich an, egal, was der Auslöser ist. Streit ist immer Sand im Getriebe. Und das ist nie gut. Daher sollten wir als Führungskraft oder Verantwortlicher im Team schon darauf achten, dass konstruktiv diskutiert wird, es am Ende aber keinen offenen Streit zwischen 2 Personen oder Gruppen gibt.

Wichtig dabei ist, dass wir über die Sache diskutieren und nicht über die Person. Das ist eine Grad-Wanderung, der wir privat in Partnerschaften auch immer wieder auf den Leim gehen. Es kann aber nicht oft genug betont werden: „auch, wenn ich jetzt inhaltlich eine andere Meinung vertrete als du, so schätze ich dich gleichwohl als Mensch“. Diese Unterscheidung macht die Sache schon mal um Einiges einfacher.

 

Worum geht es?

Dann ist zu unterscheiden, ob es sich um berufsrelevante Themen oder um unterschiedliche private Ansichten handelt. Bei unternehmensbezogenen Themen kann ich als Führungskraft möglicherweise mit Hilfe meiner Fachkompetenz vermitteln und am Ende auch mal entscheiden.

Bleiben private Themen. Müssen sich Mitarbeiter im Team damit überhaupt im Job beschäftigen? Ja, denn wer von uns gibt sinngemäß morgens um 8.00 beim Einstempeln seine Persönlichkeit an der Stempeluhr ab? Wenn wir das nicht tun, können wir das auch nicht von den Mitarbeitern verlangen. Daher dürfen sie auch private Themen im Job diskutieren. Geraten sie dabei in Streit, wird es heikel.

 

Eingreifen oder ignorieren?

Wenn wir das mitbekommen und nicht reagieren, wird es uns eindeutig als Führungsschwäche ausgelegt. Wenn wir daher so tun, als bekämen wir es nicht mit, ist das auch das falsche Signal, denn unsere Körpersprache hat uns vielleicht schon verraten, bevor wir rational auf ein Eingreifen verzichten. Und uns auf die Seite eines Streithahnes schlagen, tun wir weder uns noch den Beteiligten einen Gefallen.

 

Unterstützen und moderieren.

Daher ist die einzig sinnvolle Alternative, die Parteien an einen Tisch zu holen und zwischen ihnen zu moderieren. Das ist nicht automatisch gleichbedeutend mit vermitteln.  Es geht hier ausdrücklich darum, eine Moderatoren-Rolle einzunehmen und die Neutralitätsebene nicht zu verlassen. Wichtig auch in diesem Zusammenhang ist der Hinweis an die Parteien, sich auf Sachebene zu vergleichen und den Menschen als Gesprächspartner nicht infrage zu stellen.

 

Mitarbeiter foerdern

 

Kommt es so zu einer Einigung, ist alles gut. Kommt es zu keiner Einigung, kann die Aufgabe gegeben werden, diese zum Beispiel binnen einer Woche herbeizuführen und das Ergebnis entsprechend durch Abfrage beider Parteien zu überprüfen. Sind beide Seiten unversöhnlich, dann mag ein zweites Moderatoren-Gespräch angebracht sein, um (wenn dieses ebenfalls erfolglos ist) eine professionelle Unterstützung zurate zu ziehen.

 

Das Fazit:

Kling nach viel Aufwand? Ja! Unnötig? Nein! Ein faules Ei im Kühlschrank kann alle dort gelagerten Lebensmittel verderben. Ähnlich ist es mit unterschwelligen Streitpunkten im Team. Wie sollen ambitionierte Ziele, die nur im Team erreicht werden können, ohne vorbehaltlose Zusammenarbeit geschafft werden. Das ist wie gegen eine Rolltreppe anlaufen. Unnütze Energieverschwendung und sonst nichts.

 

Ich wünsche Ihnen, dass Streitigkeiten im Team, die ebenso menschlich sind, wie Essen und Trinken, nicht dazu führen, dass die Performance leidet und ich freue mich, wenn Sie Ihre Erfahrungen dazu mir per Mail mitteilen.

 

Hier noch ein passendes Zitat eines Seminarteilnehmers:
Ich habe unglaublich viele neue Ideen und Vorschläge bekommen, wie ich besser mit meinen Kunden, Kollegen und auch im Privaten kommunizieren kann. Die bildhafte und durch praktische Beispiele unterlegte Ansprache der einzelnen Themen beeindruckten mich ebenso nachhaltig wie die angeregte und mitunter kontroverse Gruppendiskussion. Ich habe mir tatsächlich ein Rüstzeug erworben, was es nun gilt, aktiv anzuwenden.
Holger Mühl, SAP – Vertrieb der infinitas GmbH

 

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Topics: Führungskraft, Mitarbeitergespräche, Mitarbeiterführung

Mathias Heinrich

Geschrieben von Mathias Heinrich

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