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Wieviel Privates sollten Sie als Führungskraft Ihren Mitarbeitern in der Arbeitszeit gestatten?

[fa icon="calendar"] 11.01.2019 09:00:00 / von Mathias Heinrich

Mathias Heinrich

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(Bildquelle: Pixabay)

Was haben private Themen im Betrieb, im Büro oder überhaupt auf der Arbeit zu suchen? Dafür werden die Mitarbeiter*innen schließlich nicht bezahlt. Das ist natürlich eine berechtigte Einstellung von Führungskräften. Berechtigt kommt ja auch von Recht und aus dieser Perspektive ist sicher nichts dagegen einzuwenden.Schauen wir mal, ob das nicht gleichwohl etwas zu kurz gesprungen ist.

 

Der Haken an der Sache: wir reden hier über Menschen und das sind zum Glück keine Maschinen. Machen wir uns dazu zunächst folgendes bewusst.

 

  • Wie gut wir selbst am Morgen drauf sind, das merken unsere Mitmenschen schon an unseren Gang und der Betonung des „Guten Morgen“

  • Können Sie Ihre privaten Themen sinngemäß an der Stempeluhr Ihres Unternehmens für den Arbeitstag wegdrücken?

  • Sind Sie als Führungskraft gedanklich über den Tag nicht auch mal bei privaten Themen?

 

Warum sollen unsere Mitarbeiter*innen anders drauf sein, als wir? Wertschätzender Umgang auf Augenhöhe bedeutet daher nicht nur, dass wir private Themen unserer Mitmenschen respektieren, sondern uns darüber hinaus auch dafür interessieren – soweit die Mitarbeiter dies zulassen.

 

Zwei Merksätze aus unseren Seminaren fassen dies gut zusammen:

 

Erstes Wirkungsgesetz: „Wir wirken immer!“

Vor unserer Wirkung auf andere Menschen können wir uns nicht drücken. Wir wirken sogar dann, wenn wir kein Wort sagen, allein durch die Körperhaltung. Und natürlich können wir das bei anderen Menschen viel besser beobachten, als bei uns selbst.

 

Führungsgrundsatz Nr. 3: "Schenke deinen Mitarbeitern viel persönliche Anteilnahme!“

Mitarbeiter sind Menschen aus Fleisch und Blut, genau wie wir selbst. Nehmen wir also Anteil an ihren Höhen und insbesondere Tiefen. Erkennen wir den Menschen und nicht nur die Arbeitskraft.

 

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Wo liegen die Grenzen?

Bedeutet das nun, dass das private Smartphone mit seinen privaten Nachrichtenströmen in den einzelnen sozialen Medien oder Einkaufskanälen fester Bestandteil des Arbeitslebens sein sollte? Sicher nicht!

Zu unterscheiden ist hier zwischen Banalitäten und ernsthaften Herausforderungen. Dabei ist die Grenze dazwischen sicher ein Stück weit fließend. Ein Partnerschaftsstreit kann mal eine Banalität sein und auch schon mal eine ernsthafte Belastung, weil grad das Fass nach zahlreichen Banalitäten am Überlaufen ist. Daher ist in solchen Situationen immer Augenmaß von Nöten. Auch hier gibt uns die Körpersprache des Gegenübers gute Indizien über die Ernsthaftigkeit.

Manchmal bekomme ich an dieser Stelle den Einwand von Führungskräften, dass sie schließlich keine Geistlichen sind, die ihren Mitarbeitern die Beichte abnehmen wollen oder können. Das ist natürlich richtig, ein bisschen Geistlichkeit hat allerdings noch niemandem geschadet. Übrigens, was haben Sie getan, als ihre Kinder mit aufgeschlagenem Knie vor Ihnen standen? Wahrscheinlich haben Sie Trost gespendet. Der Begriff „spenden“ wird im Zusammenhang mit „Geistlichkeit“ gern verwendet.

 

Sicher sind unsere Mitarbeiter nicht unsere Kinder, da gibt es schon noch Unterschiede. Keine Frage. Wenn Sie aber (wie ich auch) gut 7,6 Mrd. Mitarbeiter haben, dann sind die Grenzen da schon mal schwimmend. 7,6 Mrd. Mitarbeiter, fragen Sie sich? Lesen Sie diesen interessanten Blog-Artikel dazu: Wie definieren Sie als Führungskraft die Anzahl Ihrer Mitarbeiter?

 

Lesen Sie auch diese weiteren Blog-Artikel zum Thema "Mitarbeiterführung":

 

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrem wertschätzenden Umgang von privaten Themen Ihrer Mitarbeiter und freue mich, wenn Sie mir Ihre Erfahrungen dazu per Mail mitteilen.

 

Hier noch ein passendes Zitat eines Seminarteilnehmers:
Ich möchte stärker mit meinen Mitarbeitern interagieren in den unterschiedlichsten Facetten (pers. Anteilnahme, Lob, Motivation etc.). Daraus möchte ich viel Nutzen ziehen. Um dies zu erreichen, habe ich viele Ideen aus dem Seminar mitgenommen. Mathias, bitte bleib bei deiner persönlichen, offenen und freundlichen Art.
Christoph Maier, PR & Marketing Manager der Hornetsecurity GmbH

 

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Topics: Mitarbeiterführung

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