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#211 Bei welchen Unternehmen sollte ich tunlichst nicht arbeiten – 6 Kriterien, die bei Ihrer Entscheidung helfen.

#211 Bei welchen Unternehmen sollte ich tunlichst nicht arbeiten – 6 Kriterien, die bei Ihrer Entscheidung helfen.

(Bildquelle Pixabay)

Die Entscheidung, das berufliche Umfeld zu wechseln, ist ja immer auch eine Entscheidung ins Ungewisse hinein. Was erwartet mich? Werde ich den Erwartungen gerecht? Wie sind die neuen KollegInnen so drauf? Dann werden Bewerbungsgespräche geführt und am Ende steht eine Übereinkunft – oder eben auch nicht. Worauf sollten Sie achten, um sich Ihrer Entscheidung möglichst sicher zu sein. Sechs Themenfelder möchte ich Ihnen folgend mitgeben.

 

Der erste Tag im neuen Job. Alles einmal auf Null gesetzt. Ein Neustart ohne Vorgeschichte auf grüner Wiese. Diese Vorstellung motiviert viele Menschen, die im aktuellen Umfeld unzufrieden sind, mit Wehmut an diese Situation zu denken. Schwups ist eine Bewerbung ein eine wohlklingende Anzeige geschrieben. Erste Gespräche finden statt und automatisch kommt die Frage „Ja, aber …“.

 

Die folgenden 6 Punkte mögen Ihnen helfen, das „aber“ zu beleuchten

  1. Ich kann meine Stärken nicht einsetzen
    In den Stärken liegt die Quelle der Motivation.

    Kennen Sie Ihre Stärken? Können Sie Ihre Stärken während der Arbeit einsetzen? Wie motiviert sind Sie, wenn Sie Ihre Stärken nicht einsetzen können?
    Finden Sie Antworten auf die vorstehenden Fragen und Sie wissen, wie Sie sich selbst motivieren können. Sie brauchen Drogenzufuhr (Kaffee, Alkohol, übermäßiger Konsum von was auch immer) von außen, um in Gang zu kommen? Nein, Sie brauchen keine Drogen von außen – Sie sind Ihre Droge! Sie müssen „nur“ den Schalter finden.
    Achten Sie also darauf, möglichst viele Ihrer Stärken jeden Tag zur Anwendung bringen zu können.

  2. Mein Bauchgefühl ist ambivalent
    Ihr „Bauch“ (also Ihr Unterbewusstsein) ist dazu da, Ihnen mit Rat und Tat so zur Seite zu stehen, dass es Ihnen gut geht. Alles andere macht evolutionär keinen Sinn. Nur kann Ihr Unterbewusstsein (also Ihr Bauch) nicht „ganz normal“ mit Ihnen reden. Es schickt Ihnen daher (sehr abgekürzt) Gefühle. Da unser Unterbewusstsein sehr viel mehr unbewusst wahrnimmt, als wir mit Kopf (also dem Bewusstsein), dürfen wir die Kommunikation ernst nehmen und darauf „hören“, was wir über diesen Weg kommuniziert bekommen.


  3. Der Bewerbungsprozess läuft aus dem Ruder
    Sie durchlaufen einen Bewerbungsprozess, der Ihnen immer wieder andere Ansprechpartner präsentiert. Klar ist, dass Ihre zukünftige Führungskraft von der Personalabteilung beim Auswahlprozess begleitet wird. Wenn über kurz oder lang mehr als drei weitere Menschen hinzukommen, dann mag eine rote Lampe angehen. Entweder ist das innerbetriebliche Vertrauen überschaubar oder die Prozesse sind so komplex, dass Sie sich fragen dürfen, ob Sie das möchten.

  4. Ich bekomme negative Rückmeldung von „hinter der Firewall“
    „Jeder kennt Jeden über 6 Ecken“ – über die sozialen Medien heute mehr denn je. Schauen Sie also mal bei Facebook, Instagram, XING, LinkedIn, wie weit Ihre „Freundschaften“ an das Zielunternehmen heranreichen oder sogar bis hinein. Das ist eine gute Grundlage für „Insider – Informationen“. Gerade in Vertriebs- und Marketingpositionen sind die Menschen ja „per Definition“ kommunikativ.

    Eine zweite Möglichkeit sind Bewertungsplattformen wie Kununu (Mitarbeitende) oder Jameda etc. für Patienten und Kunden. Was es hier zu lesen gibt, kann naturgemäß einseitig gefärbt sein. Daher mag der Wahrheitsgehalt einiger weniger Einträge überschaubar sein.

  5. Geschichten sind nicht kongruent
    Wenn Sie (während der Bewerbung) schon mit vielen Menschen sprechen (müssen), dann achten Sie zumindest mal drauf, inwieweit die Geschichten, die Ihnen erzählt werden, kongruent sind. Übrigens, sich zu bewerben, heißt auch, gute Fragen zu stellen. Welche guten Fragen können das sein, um Erzählungen „abzuchecken“?

  6. Die Wertschätzung bleibt auf der Strecke
    Was ist Wertschätzung? Allein darüber sind schon ganze Bücher geschrieben worden. Daher hier nur ein kleiner Auszug.
    - Weiterbildung wird nicht gefördert
    - Eigeninitiative muss nicht sein
    - Fehler, die gemacht werden, um Neues zu lernen, werden nicht toleriert
    - Vision, Werte, Ziele werden kommuniziert, aber nicht gelebt
    Diese Punkte lassen sich ebenfalls durch gute Fragen schnell klären.

Entscheidungsmatrix


Ich wünsche Ihnen gute, richtige und nachhaltige Entscheidungen bei der Wahl Ihres Arbeitsplatzes und freue mich, wenn Sie mir Ihre Erfahrung und Meinung zu diesem Thema per Mail oder über die sozialen Medien mitteilen.


Lesen Sie dazu auch folgende Blog-Artikel:

 

Hier noch das passende Zitat eines Teilnehmers:
Das Seminar hat mir sinnvolles, gut nutzbares Handwerkszeug gegeben, um meine Wirkung im Umgang mit anderen Menschen zu steigern. Es gab alle Sinne ansprechende Inhalte und genügend Zeit, um Themen zu diskutieren. Vielen Dank an dich Mathias für deine wertschätzende und aktiv hilfsbereite Art.
Erik Ziebart, Leiter des Wertstoffhofes Hillern der Abfallwirtschaft Heidekreis, Soltau


Sie möchten das hier angerissene Thema vertiefen und uns kennenlernen? Sie haben Interesse, vom Kennen ins Können zu kommen? Oder es interessiert Sie meine/unsere Meinung zu einem bestimmten Thema? Geben Sie mir/uns ein paar Stichworte und etwas Zeit und wir nehmen uns dessen in einem der nächsten Blogs gerne an. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

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Topics: Führungskraft, Umgang mit Menschen, Umgang mit mir selbst, Selbstführung

Mathias Heinrich

Geschrieben von Mathias Heinrich

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