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#271 „Fünf Strategien, um Kündigungen zu verhindern und die besten Talente im Unternehmen zu halten“

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Foto von Mathias Heinrich

 

Jede Kündigung tut weh – besonders dann, wenn leistungsstarke Mitarbeitende das Unternehmen verlassen. Neben den hohen Kosten für die Suche und Einarbeitung einer neuen Person geht wertvolles Know-How verloren. Doch in vielen Fällen wäre die Kündigung vermeidbar gewesen.

 

Mitarbeiterbindung ist heute wichtiger denn je. Fachkräfte sind begehrt, und Unternehmen müssen mehr bieten als nur ein gutes Gehalt. Ein motivierendes Arbeitsumfeld, Entwicklungsmöglichkeiten und Wertschätzung spielen eine immer wichtigere Rolle, um die besten Talente langfristig zu halten.

Doch wie genau schaffen wir es, Kündigungen zu verhindern und Mitarbeitermotivation zu steigern? Ich möchte dir fünf bewährte Strategien an die Hand geben, die du als Führungskraft sofort umsetzen kannst. Erfahre, wie du unnötige Fluktuation reduzieren und dein Team langfristig erfolgreich machst.

1. Eine offene Feedback-Kultur etablieren

Viele Kündigungen entstehen aus Frust. Mitarbeitende fühlen sich nicht gehört oder haben das Gefühl, dass ihre Meinung nichts zählt. Das Problem? Oft sprechen sie ihre Unzufriedenheit gar nicht erst an – bis sie schließlich kündigen.

Hier können wir als Führungskräfte aktiv werden. Eine offene Feedback-Kultur bedeutet, dass wir regelmäßig nachfragen, zuhören und auch selbst ehrliches Feedback geben. Dabei geht es nicht nur um Kritik, sondern vor allem um den konstruktiven Austausch.

Wie setzen wir das um?

  • Schaffen wir regelmäßige Räume für Feedback, z. B. in Meetings oder in kurzen Einzelgesprächen.

  • Fragen wir gezielt nach Verbesserungsvorschlägen und nehmen diese ernst.

  • Geben wir unseren Mitarbeitenden das Gefühl, dass ihr Input geschätzt wird.

Wenn Menschen sich gehört fühlen, bleiben sie eher im Unternehmen – weil sie merken, dass sie wirklich etwas bewirken können.

2. Individuelle Entwicklungsmöglichkeiten anbieten

Stillstand ist Gift für die Motivation. Wer das Gefühl hat, sich nicht weiterentwickeln zu können, wird früher oder später wechseln. Deshalb sollten wir als Führungskräfte aktiv daran arbeiten, unseren Mitarbeitenden Perspektiven zu bieten.

Das muss nicht immer eine klassische Beförderung sein. Individuelle Entwicklungsmöglichkeiten können sein:

  • Weiterbildungsmöglichkeiten oder Schulungen

  • Übernahme neuer Aufgaben und Verantwortlichkeiten

  • Teilnahme an spannenden Projekten

  • Mentoring oder Coaching durch erfahrene Kollegen

Wichtig ist, dass wir als Führungskräfte aktiv das Gespräch suchen und gemeinsam mit den Mitarbeitenden herausfinden, wohin sie sich entwickeln möchten. Wer sieht, dass seine Zukunft im Unternehmen gefördert wird, bleibt intrinsisch motiviert und engagiert.

3. Flexibles und gesundes Arbeitsumfeld schaffen

Arbeit muss sich ins Leben einfügen – nicht umgekehrt. Das ist heute anders, als früher. Starre Strukturen und unflexible Arbeitszeiten sind für viele ein Kündigungsgrund. Wenn du dein Team langfristig halten willst, sollten du ein Arbeitsumfeld schaffen, das sich den Bedürfnissen der Menschen anpasst.

Dazu gehören u.a.:

  • Flexible Arbeitszeiten:
    Wo es möglich ist, sollten wir unseren Mitarbeitenden mehr Autonomie geben. Nicht jeder ist morgens am produktivsten, und manchmal hilft ein späterer Start, um Familie und Beruf besser zu vereinen.

  • Homeoffice-Optionen:
    Viele Menschen arbeiten gerne von zu Hause – zumindest tageweise. Diese Möglichkeit anzubieten, zeigt Vertrauen und stärkt die Zufriedenheit.

  • Gesundheitsförderung:
    Gesunde Mitarbeitende sind motivierter und leistungsfähiger. Kleine Maßnahmen wie ergonomische Arbeitsplätze, Sportangebote oder gesunde Snacks können viel bewirken.

Wenn Mitarbeitende sehen, dass ihr Wohlbefinden ernst genommen wird, steigt die Bindung ans Unternehmen.

4. Anerkennung und Wertschätzung zeigen

Jeder Mensch möchte gesehen werden – gerade im Berufsleben. Doch viele Führungskräfte unterschätzen, wie wichtig es ist, Leistungen aktiv anzuerkennen.

Ein einfaches „Danke“, oder ein kurzes Lob für eine gute Arbeit kann bereits einen großen Unterschied machen. Noch besser ist es, Anerkennung regelmäßig und gezielt einzusetzen:

  • Öffentliche Wertschätzung:
    Ein Lob im Teammeeting motiviert nicht nur den Einzelnen, sondern zeigt auch allen anderen, dass gute Arbeit gesehen wird.

  • Individuelle Anerkennung:
    Jeder Mitarbeitende ist anders. Während der eine sich über eine Gehaltserhöhung freut, schätzt ein anderer vielleicht eher zusätzliche Urlaubstage oder eine Weiterbildung.

  • Kleine Gesten mit großer Wirkung:
    Eine handgeschriebene Karte, ein gemeinsames Mittagessen oder ein persönliches Dankeschön zeigen echte Wertschätzung.

Mitarbeitende, die sich wertgeschätzt fühlen, identifizieren sich stärker mit dem Unternehmen – und bleiben länger.

 

5. Regelmäßige Mitarbeitergespräche und Umfragen

Wenn du Kündigungen verhindern möchtest, dann musst du wissen, was in deinem Team vor sich geht. Regelmäßige Gespräche und Umfragen helfen dir, Probleme frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern.

Mitarbeitergespräche sollten dabei keine überflüssige Pflichtübung sein, sondern echte Entwicklungsgespräche, in denen offen über Wünsche, Herausforderungen und Perspektiven gesprochen wird.

Zusätzlich können anonyme Umfragen helfen, ehrliches Feedback einzuholen. Wichtig ist dabei: Wenn wir Kritik bekommen, sollten wir nicht defensiv, entschuldigend oder nach „externen Ursachen suchend“ reagieren, sondern überlegen, welche Verbesserungen wir für uns daraus ableiten können.

Wenn du regelmäßig in den Austausch gehst, kannst du rechtzeitig gegensteuern, bevor Unzufriedenheit zur Kündigung führt.

 

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Mitarbeiterbindung durch strategische Maßnahmen stärken

Kündigungen zu verhindern ist keine Frage des Glücks – es ist das Ergebnis gezielter Maßnahmen. Wenn wir als Führungskräfte aktiv daran arbeiten,

  • eine offene Feedback-Kultur zu etablieren,
  • individuelle Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten,
  • ein flexibles Arbeitsumfeld zu schaffen,
  • Anerkennung zu zeigen und
  • regelmäßig den Austausch zu suchen,

können wir Fluktuation reduzieren und unsere besten Talente langfristig binden.

Die gute Nachricht: Viele dieser Maßnahmen lassen sich schnell und unkompliziert umsetzen. Es braucht keine großen Investitionen – sondern vor allem das Bewusstsein, dass Mitarbeiterbindung „Chefsache“ ist.

Überprüfe dein Arbeitsumfeld daraufhin, dass die Mitglieder deines Teams alles haben, was sie brauchen, um gerne bleiben!

 

Lies dazu auch folgende Blog-Artikel:

 

Hier noch das passende Zitat eines Beljean – Seminarteilnehmers:
Ich habe sehr viel für meine Führungsarbeit mitgenommen, da mein Blick vom Sachlichen auf das „System Mensch“ gelenkt wurde. Geholfen haben mir dabei die Übungen wie z.B. die verschiedenen Mitarbeitergespräche mit jeweils anschließender Aufarbeitung der Verbesserungspotenziale. Ich nehme für mich mit, dass Zeit mein Leben ist
Bernhard Pecho, geschäftsführender Gesellschafter der SMI tech GmbH, Hannover

 

 

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Topics: Leitfaden, Führungskraft, Mitarbeitergespräche, Unternehmensführung, Unternehmenserfolg, Mitarbeiterführung, Umgang mit Menschen, Umgang mit mir selbst, Fachkräftemangel

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Geschrieben von Mathias Heinrich

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