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Gehaltsforderungen von Mitarbeitern. Wie ich als Führungskraft damit umgehe.

[fa icon="calendar"] 12.10.2018 / von Mathias Heinrich

Gehaltsforderungen

(Bildquelle: Pixabay)

Wenn Mitarbeiter mehr Geld fordern, sollten Führungskräfte einen kühlen Kopf bewahren und sich gut auf das Mitarbeitergespräch vorbereiten. Dieses Thema ist natürlich komplex und es lassen sich nicht alle Situationen in einem solchen Impuls abbilden, gleichwohl gebe ich gerne ein paar Gedanken dazu mit auf den Weg - 3 Fragen, die Ihnen helfen, die Situation für sich transparent zu machen.

 

Ausgangssituation 1:

Ein wichtiger Mitarbeiter will mehr XXX haben, sonst kündigt er. XXX muss nicht unbedingt mehr Geld sein, es können auch andere Dinge sein, wie Freizeitausgleich, größeres Auto, mehr Urlaub o.ä. 

Wenn die zusätzlich gewünschten Verbesserungen schon anderweitig gewährt wurden, dann kann ich mir als Führungskraft überlegen, ob ich sie in diesem Fall auch gewähre, um den Mitarbeiter an Bord zu behalten. Ich sollte mir jedoch darüber im Klaren sein, dass möglicherweise im nächsten Jahr weitere Forderungen auf mich zukommen. Denn das Signal ist ja, „ich gebe nach“.

Darüber hinaus sind Vergünstigungen aller Art keine wirkliche Motivation. Diese kommt überwiegend von innen, also aus dem Menschen. Eine Gehaltserhöhung oder mehr Urlaub oder ein größeres Auto motivieren genau solange, bis sie zur Gewohnheit geworden sind. Dann verpufft die Vergünstigung im Sinne der Motivation, der Aufwand ist gleichwohl weiter da.

Wenn die zusätzlich gewünschten Verbesserungen bisher noch bei niemandem gewährt wurden, dann sollte ich mir sehr ernsthaft überlegen, ob ich hier ggf. einem Tabu-Bruch zustimme und so vielleicht einen Damm brechen lasse, indem ich Fakten schaffe, an denen sich dann auch andere Mitarbeiter orientieren. Auch das Unterzeichnen einer Verschwiegenheitspflicht ist kein nachhaltiges Allheilmittel. Irgendwelche Undichtigkeiten oder Andeutungen gibt es immer.

Manch ein Mitarbeiter, der Forderungen aufgestellt hat, die nicht erfüllt wurden und daraufhin gegangen ist, kam nach einiger Zeit auch wieder zurück, weil er merkte, dass bestimmte Vergünstigungen eben doch nicht alles sind.

Mitarbeiter foerdern

 

Ausgangssituation 2:

Ich habe Angst, ein wichtiger Mitarbeiter kündigt und daher biete ich ihm von mir aus etwas an.

Die Regeln und Mechanismen sollten hier die gleichen sein.
Regeln = habe ich das schon mal gewährt oder schaffe ich einen Präzedenzfall?
Mechanismen = wie lange hält die dadurch ausgeübte extrinsische Motivation an?

 

Stellen Sie sich diese drei Fragen:

Die folgenden drei Frage finde ich im Zusammenhang dieser Situationen spannend und diese Fragen lassen Sie sich bitte ausdrücklich auf der Zunge zergehen.

  1. „Welche Chancen ergeben sich durch die Kündigung?“
    Sehr häufig sehen wir eher die Probleme in der Veränderung und nicht die Möglichkeiten, die sich dadurch auftun. Und auch, wenn die Chancen vielleicht auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind, dann nehmen Sie sich mal ausführlich Zeit und ein großes Blatt Papier. Nehmen Sie sich das Thema über mehrere Tage zur Hand und es werden sich plötzlich neue Perspektiven auftun. Sprechen Sie auch gern vertraulich mit Menschen darüber, die nicht unmittelbar mit der Situation vertraut sind. Da kommen häufig spannende Ideen bei raus auf die wir nicht kommen, weil wir manche Lichtung vor Bäumen nicht sehen.

  2. „Arbeitet der Mitarbeiter in seinen Stärken?“
    Manchmal arbeiten Menschen „gegen ihre Natur“, sie tun Dinge, weil sie sie tun müssen und nicht, weil sie sie tun wollen. Das führt naturgemäß zu Frustration und De-Motivation. Häufig kennen Menschen ihre Stärken auch nicht. Eines ist aber ganz eindeutig, in den Stärken liegt die Quelle der Motivation. Das gilt übrigens nicht nur für unsere Mitarbeiter.

  3. „Welche äußeren Randbedingungen, auf die ich Einfluss habe, verändern die Motivationslage des Mitarbeiters, ohne dass ich etwas geben muss?“
    Manchmal sind es Kleinigkeiten, die zu Frustration und De-Motivation führen und die sich einfach und schnell klären lassen. Der Blick „über den Wald“ verändert den Horizont.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie für sich zu richtigen und guten Ergebnissen kommen, wenn Sie vor einer solchen Entscheidung stehen oder gestellt werden und freue mich, wenn Sie Ihre Erfahrungen dazu mit mir teilen unter mh@beljeanseminare.ch.

 

Hier noch ein passendes Zitat eines Seminarteilnehmers:
Die erlernten Inhalte bieten mir zu 100% einen anwendbaren Nutzen. Aus der Anwendung des Erlernten konnte ich unmittelbare Ergebnisse erzielen. Das Seminar hat mir wesentliche Impulse zur Bearbeitung meiner Aufgaben als Führungskraft gegeben. Ich habe endlich Entscheidungen im Unternehmen getroffen, die ich schon lange vor mir hergeschoben habe. Ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung. 
Jens Wemheuer, Geschäftsführender Gesellschafter der infinitas GmbH

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Topics: Mitarbeitergespräche

Mathias Heinrich

Geschrieben von Mathias Heinrich

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