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Warum ist die Delegation von Aufgaben für Führungskräfte und Mitarbeiter wichtig?

[fa icon="calendar"] 29.11.2019 / von Mathias Heinrich

Warum ist die Delegation von Aufgaben für Führungskräfte und Mitarbeiter wichtig?

(Photo by STIL on Unsplash)

Zum Thema Delegation ist schon unendlich viel geschrieben worden. Warum fange ich das Thema gleichwohl jetzt auch an? Nun, die meisten Ausführungen beschäftigen sich mit der Delegation aus Sicht der Führungskraft. Was also hat die Führungskraft davon, zu delegieren. Mir ist das zu einseitig und daher möchte ich den Blick gern auch auf die Mitarbeitenden lenken. Was bedeutet also Delegation für sie?

Die Definition von Delegation

Zunächst zur Begriffsdefinition: Delegation oder delegieren bedeutet, dass ich als Führungskraft etwas abgebe, was eigentlich meine Aufgabe ist. Da ich aber für und von Veränderung im Unternehmen lebe und eher am als im Unternehmen arbeiten soll, funktioniert das nur, wenn ich einen Teil meiner Aufgaben als Führungskraft abgebe. Delegation bedeutet damit automatisch nicht, dass ein Mitarbeiter etwas erledigt, was sowie seine Aufgabe ist. Das wird häufig verwechselt.

 

Die Umsetzung

Um als Führungskraft richtig delegieren zu können, muss ich mich zunächst selbst organisieren. Ich kann andere nicht organisieren oder etwas an sie delegieren, wenn ich es selbst nicht hinbekomme. Dann muss ich den Mitarbeiter dazu befähigen, die ihm übertragene Aufgabe auch bearbeiten zu können. Denn sie gehört ja zunächst nicht zu seinen eigentlichen Aufgaben. Ich muss ihn bzw. sie also auf den Kenntnisstand bringen, dass die delegierte Aufgabe überhaupt übernommen werden kann. Mit „Vorgang auf Tisch und fertig“ ist es nicht getan und das sorgt vor allem nur für Frust und vor allem Überforderung – am Ende auf beiden Seiten des Tisches.

 

Zur richtigen Delegation gehört weiterhin die Festlegung des Zieles nach der SMART-Regel, also
S – pezifisch
M – essbar
A – ttraktiv
R – ealistisch
T – erminiert

 

Wenn das Ziel damit für beide Seiten wirklich klar ist, dann kann es losgehen. Achten Sie bei längeren Delegationen ggf. auf Zwischenziele. Lassen Sie den Mitarbeiter nun alleine, aber schauen Sie gelegentlich nach dem Stand der Dinge. Kontrollieren Sie aktiv. Aber nicht im Sinne des Suchens nach Fehlern, sondern dahingehend, den Mitarbeiter dabei zu erwischen, dass er Gutes tut. Damit haben Sie die Chance zu loben. Das wiederum erzeugt beim Mitarbeiter eine intrinsische Motivation.

Es mag sein, dass der Mitarbeiter den Weg zum Ziel anders geht, als Sie das tun würden. Wenn die (Zwischen-)Ziele klar definiert sind, dann ist das kein Beinbruch. Vielleicht kommt ja sogar ein besserer Weg dabei heraus, der kürzer, leichter, prozesssicherer oder was auch immer ist.

Diese Art der Delegation gibt uns als Führungskraft die Möglichkeit, mehr am als im Unternehmen zu arbeiten und uns Freiräume zu schaffen, für und von Veränderung zu arbeiten. Der Abschied vom Tagesgeschäft gibt uns darüber hinaus die Möglichkeit, den Überblick zu behalten und vorausschauend unternehmerisch zu agieren. Das wiederum kompensiert den vermeintlichen Kontrollverlust.

Mitarbeiter foerdern

 

Und was hat der Mitarbeiter davon?

Was hat nun der Mitarbeiter davon – ein voller Schreibtisch wird ihn nicht zwangsläufig glücklicher stimmen. Nun, wenn ich als Führungskraft meinem Mitarbeiter mit der Delegation von Aufgaben mehr Verantwortung übertrage, dann sorgt dieses Mehr beim Mitarbeiter (richtige Delegation vorausgesetzt – siehe oben) dafür, dass seine Selbstwirksamkeit steigt. Ihm wird bewusst, dass damit sein Einfluss größer wird. Das erzeugt sehr viel innere Motivation, vorausgesetzt, der Mitarbeiter traut sich die erweiterte Verantwortungsübernahme auch zu.

 

Ich freue mich, wenn Sie mir Ihre Erfahrungen und Meinung dazu mir per Mail oder über die sozialen Medien mitteilen.

 

Hier noch das passende Zitat eines Seminar-Teilnehmers:
Ich habe gelernt, mir einfach mehr zu trauen als zuvor. Ich handele aktiv und reagiere nicht mehr nur. Die Seminarreihe hat mir persönlich sehr gut gefallen – Sie haben einen weiteren Fackelträger gewonnen.
Alexander Schreiner, geschäftsführender Gesellschafter der Schreiner GmbH

 

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Topics: Führungskraft, Mitarbeiterführung

Mathias Heinrich

Geschrieben von Mathias Heinrich

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