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#296 „Woran merke ich, dass ich meine Komfortzone verlassen habe und was passiert dann?“

Geschrieben von Mathias Heinrich | 21.9.2026

Foto von Mathias Heinrich

 

Zu Beginn des zweiten Blocks des Beljean Führungsseminares sagte neulich eine Teilnehmerin zu mir: „Du Mathias, jetzt weiß ich, wie es sich anfühlt, wenn ich meine Komfortzone verlasse. Das ist eine total spannende Erfahrung für mich.“

Meine Reaktion darauf war „Wow – cool, wie ist es dir ergangen und welche Erfahrungen hast du damit gemacht?“

Und so begann sie, zu erzählen.

 


 

 

 

 

Wie merke ich, dass ich meine Komfortzone verlasse?

„Also mit den Aufgaben des ersten Seminarblocks habe ich mich ja schon schwergetan, aber es nützte ja nichts und so habe ich angefangen, Gewohnheiten und bekannte Erfahrungen loszulassen. Das fühlte sich anfangs total komisch an, weil ich ja nicht wusste, was auf mich zukommt. Wo werde ich Schiffbrauch erleiden, mich blamieren, zurückrudern müssen, Fehler eingestehen? Mir fehlten plötzlich links und rechts die Sicherheitsseile, die Leitplanken, die Führung. Das hat mir schon ein bisschen Angst gemacht. Und dann, mit der Zeit, stellte sich eine neue Leichtigkeit ein. Unsicherheit und Verkrampfung veränderten sich zu einer neuen Freiheit, zu Mut zum Weitermachen, vor allem aber zu Stolz, es versucht zu haben.“

„Und“ fragte ich weiter „was macht diese neue Erfahrung mit dir?“

„Naja“ antwortete sie „jetzt, wo ich das einmal ausprobiert habe und eine so schöne Erkenntnis für mich habe, möchte ich mehr davon. Ich weiß jetzt, dass es geht und wie schön es ist, die bestehende Komfortzone zu verlassen. Darüber hinaus habe ich gelernt, dass ich neue Wege nur gehen kann, wenn ich alte Zöpfe abschneide und mich neu orientiere. Mir ist klar geworden, dass ich dann die Komfortzone verlassen habe, wenn sich der Stolz einstellt, etwas Neues probiert zu haben.“

Was für eine tolle Geschichte oder? Was können wir daraus lernen und für unser Tagesgeschäft mitnehmen? Wie kommen wir für uns zu ähnlichen Resultaten?

 

 

7 Schritte, um die Komfortzone zu verlassen

Hier dazu ein Vorschlag für eine Agenda in sieben Schritten, um die eigene Komfortzone nachhaltig zu verlassen.

  1. Überwinde deinen inneren Schweinehund
    Es ist wie bei allen geliebten und eingeübten Gewohnheiten. Loslassen – gern mit komischem oder mulmigem Gefühl. Das kann nicht anders sein, denn die Komfortzone zu verlassen, bedeutet ja immer, etwas Neues, Unbekanntes zu wagen.

  2. Definiere dein Ziel
    Was willst du erreichen? Wo willst du hin? Was hilft es dir, wenn du das Ziel erreicht hast?

  3. Mache bewusst deinen ersten Schritt
    Male dir in Gedanken ein Bild, wie es ist, das Neue, das Ungewohnte, das Ziel erreicht zu haben. Fühlt es sich gut an, dann ist es für dich gut – laufe in deinem Tempo los.

  4. Überwinde Zweifel und Ängste
    Hast du dich auf den Weg gemacht, dann wird deine innere „Firewall“ erneut versuchen, den Weg ins Unbekannte zu stoppen. Behalte weiterhin das Bild im Kopf, die Ziellinie zu überlaufen, das gibt dir Kraft, mit inneren und äußeren Widerständen umzugehen.

  5. Suche nach dem Gefühl der neuen Freiheit
    Wo werden Dinge plötzlich wieder leichter? Wo steigen Stimmung und Energie? Mach dir diese Punkte bewusst - sie helfen, durchzuhalten.

  6. Genieße deine Zielerreichung und das Gefühl, es geschafft zu haben
    Wie ist es jetzt für dich, etwas Neues gewagt, deine Komfortzone verlassen oder ausgedehnt zu haben? Klopfe dir real auf die Schulter, das gibt neue Motivation. Feiere dich!

  7. Reflektiere deine neuen Erkenntnisse und Erfahrungen
    Mach dir bewusst, alles was lebt, verändert sich und wenn sich etwas nicht mehr verändert, dann ist es tot. Was hast du gelernt, indem du losgelassen hast? Auf welches Level hat dich das Verlassen der Komfortzone gebracht? Was sind deine nächsten Ziele?

Wenn du es schaffst, diese sieben Schritte kontinuierlich mit immer wieder neuen Projekten zu durchlaufen, dann wirst du eines – nämlich unaufhaltbar. Ich wünsche dir dabei von ganzem Herzen viel Erfolg 

 

Lies dazu auch folgende Blog-Artikel:


Hier noch das passende Zitat eines Beljean – Seminarteilnehmers:

Im Beljean Führungsseminar habe ich viele neue Erkenntnisse gewonnen, die mich persönlich und meinen Führungsstil bis dato positiv prägen. Besonders hervorragend waren die Rollenspiele, die meine Stärken und Schwächen hervorgebracht und mich zur Selbstreflexion angeregt haben. Mathias hat mir neue praxisnahe Führungsmethoden vermitteln können, zugleich hat er mich in den Methoden gestärkt, die ich tagtäglich anwende. Mathias hat die Seminarteilnehmer und mich sichtlich aus der Comfort Zone begleitet und uns zum Umdenken angeregt. Für mich war das Seminar eine tolle Erfahrung. Meinen Mitmenschen kann ich das Beljean Führungsseminar herzlichst empfehlen.  
Umut Alemdar, Head of Security Lab der Hornetsecurity GmbH, Hannover