Foto von Mathias Heinrich
Wenn ich mich so in meinem beruflichen und privaten Umfeld umschaue und vor allem den Entscheidungsstau in der Politik zur Kenntnis nehme, dann frage ich mich, was da „eigentlich“ passiert, dass Entscheidungen über Jahre hinweg NICHT getroffen werden. Dies sogar noch im besten Wissen darüber, dass es die falscheste aller Entscheidungen ist, eben keine zu treffen. Was also passiert da, dass so nachhaltig nichts passiert?
Meine Beobachtung ist, dass zwei Faktoren dafür sorgen, dass Entscheidungen getroffen werden – oder eben auch nicht. Und bitte prüfe an dir selbst, wie du da bei dir vorgehst.
Besonders deutlich wird mir das aktuell in der Politik. Seit Jahrzehnten wird uns immer wieder erklärt, was in der Klima-, der Sozial-, der Wirtschafts- und der Gesellschaftspolitik alles falsch läuft und welche Alternativen zur Veränderung es gäbe. Dabei werden von Dekade zu Dekade die zu treffenden Entscheidungen nicht nur dringlicher, sondern insbesondere auch immer vernetzter. Will sagen, heute ist keines dieser Themengebiete mehr für sich allein zu betrachten. Sie sind inzwischen soweit miteinander verwoben, dass es fast keine einseitig guten und richtigen Entscheidungen mehr gibt. Getroffen werden sie häufig und am Ende immer reaktiv erst dann, wenn eben der Druck so groß wird, dass die Anzahl möglicher Alternativen stark gegen Null tendiert. Aber, ich will hier auch keine politischen Diskussionen führen und schon gar kein „Politiker-Bashing“ betreiben. Denn, wer meckert, soll es gefälligst selbst und besser machen.
Also, zurück zu uns und unseren Entscheidungen im privaten und beruflichem Umfeld. Was hält uns „im Kleinen“ denn darüber hinaus davon ab, Entscheidungen zu treffen? Es sind zwei Energien, nämlich Unsicherheit und Angst. Unsicherheit davor, was passiert, wenn wir uns in neue, vor allem unbekannte Gefilde vorwagen und Angst darüber, dass wir mit erworbenen Erfahrungen und angelerntem Wissen nicht weiterkommen. Das neue Unbekannte ängstigt uns.
Mach dir in diesem Kontext bitte eines bewusst. Selbst, wenn du dein selbstgestecktes Ziel einmal nicht erreichst, dann bist du nicht etwa gescheitert, sondern gescheiter geworden. Nochmal zum Mitdenken:
Na, wie cool ist das denn bitte? Du hast nämlich gelernt, wie du dein Ziel nicht erreichst. Nun ändere bitte mit diesem neuen Wissen den Weg, aber nicht dein Ziel.
Was passiert, wenn wir „Brems-Energien“ in „Beschleunigungs-Energien“ verwandeln können? Also von Betrag her die gleiche Energie, nur statt eines negativen Vorzeichens (Bremsen, Festhalten am Status Quo) mit positivem Vorzeichen (Wille zur Entscheidung/Veränderung). Wir wären (zumindest kurz vor) unaufhaltbar oder?
Die Entscheidung darüber, wann du eine Entscheidung triffst, liegt bei dir. Damit entscheidest du auch darüber, wann du Brems- oder Beschleunigungsenergie freisetzt. Warte damit nur nicht zu lange. Je eher du dich entscheidest, desto eher kannst du dich an deiner Weiter – Entwicklung erfreuen oder daran, dass du gescheiter geworden bist.
Lies dazu auch folgende Blog-Artikel:
Hier noch das passende Zitat eines Beljean – Seminarteilnehmers:
Das Seminar hat geholfen, neue und veränderte Verhaltensweisen zu trainieren. Es war beeindruckend, wie sich die Teilnehmenden während der 6 Tage in ihrer Wirkung verändert haben.
Marc Mispelkamp, Mitglied der Geschäftsleitung (Personal und Handelsmarketing) der Alliance Möbel Marketing GmbH & Co. KG, Rheinbach