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#19 Wie Sie als Führungskraft den Schlüssel für Ihre Motivation finden.

Wie Sie als Führungskraft den Schlüssel für Ihre eigene Motivation finden.

(Bildquelle: Pixabay)

Als Führungskraft sollen wir dafür sorgen, dass unsere Mitarbeiter motiviert sind und bleiben. Eine große Aufgabe. Wer aber kümmert sich um uns? Wir sorgen wir für unsere Selbstmotivation? Angenommen, Sie haben morgen ein Mitarbeitergespräch zu führen, das Ihnen schon seit Tagen auf dem Magen liegt. Es geht um viel und das Thema ist nicht angenehm. Wie motivieren Sie sich?
Die Vorbereitung

Das Gespräch bereitet Ihnen Mühe, weil Sie ein paar unangenehme Dinge ansprechen müssen. Heute Nachmittag haben Sie eine Stunde eingeplant für eine gute Vorbereitung. Welches ist nun die allerwichtigste Frage, über die Sie heute Nachmittag nachdenken sollten? Bitte notieren Sie Ihre wichtigste Frage...

 

Darf ich noch eine Frage ergänzen?

Ich würde vor allem über die Frage „WORÜBER FREUE ICH MICH?“ nachdenken. Warum? Im Blick auf ein schwieriges Mitarbeitergespräch kann man sich doch nur dann freuen, wenn man sich über die von Ihnen vorgeschlagenen Fragen ausführlich Gedanken gemacht hat. Trotzdem eröffnet die Frage „worüber freue ich mich“ noch zusätzliche Dimensionen. Und ich meine die Frage nicht amerikanisch: „Keep smiling, und alles läuft wie geschmiert“.

 

Aber wenn Sie zum Beispiel morgens in der Früh aufwachen und feststellen, dass Sie gesund sind: Dürfen Sie sich dann den Luxus erlauben, sich über diese Kleinigkeit einen Augenblick zu freuen? Oder ist das etwa selbstverständlich? - Damit aber nicht genug; es steckt noch mehr in dieser Frage!


Angenommen, Sie betreten montags um 8.00 Uhr ihr Büro und finden als Erstes auf Ihrem Schreibtisch die Kündigung Ihres erfolgreichsten Mitarbeiters. Wie reagieren Sie als geborener Manager darauf?

 

Wunderbar, eine Veränderung kommt auf mich zu. Genau dafür bin ich ja da! Wer so reagieren könnte, würde damit beweisen, dass er eine absolut positive Einstellung zu seinem Job hat. Die Realität sieht aber ganz anders aus. Die beste Energie, die wir hätten um die anstehenden Probleme zu lösen, verpuffen wie oft im Ärger darüber, dass sie entstanden sind. Dabei haben doch nur Dummköpfe keine Probleme. Und nun lassen Sie es uns ganz deutlich aussprechen:

 

Echte Führungskräfte zeichnen sich dadurch aus, dass sie in den Problemen und Schwierigkeiten die Chancen suchen.

 

Man nennt diese Begnadeten deshalb auch CHANCENDENKER.

 

Übrigens lautet die Frage nicht „worauf“, sondern „worüber“ freue ich mich. Sich auf einen Geschäftsabschluss zu freuen, ist keine besondere Leistung. Dem oft steinigen Weg, der zum Ziel führt, etwas Positives abzugewinnen ist schon deutlich anspruchsvoller.

 

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Um ein Bild zu gebrauchen: Wir sollten begeisterte Kletterer sein, statt nur (Budget-) Gipfelstürmer! Oder glauben Sie, dass ein Kletterer und ein Gipfelstürmer zu Hause dasselbe erzählen, wenn sie wegen eines Unwetters ihre Klettertour frühzeitig abbrechen mussten? - Ganz bestimmt nicht. Was wird der Kletterer sagen? – „Schatz, die Klettertour war wunderbar. Schade, dass wir den Gipfel nicht erreichen konnten. Es schien uns einfach zu gefährlich.“

 

Und der Gipfelstürmer? Er wird sagen: „Mist, ich wäre besser zu Hause geblieben. Ich habe den Gipfel nicht einmal gesehen“. Spüren Sie den Unterschied?

Manchmal, wenn wir mit Topmanagern über die Schulung der Führungskräfte verhandeln, sagen die mit ernster Miene: „Es ist höchste Zeit, dass bei uns etwas geschieht für die Motivation der Führungskräfte“. Wissen Sie, was ich denen antworte? – „Ja, Sie haben Recht! Es ist wirklich Zeit, dass bei IHNEN etwas geschieht für die Motivation Ihrer Führungskräfte“! - Ich meine nur nicht dasselbe wie er. Warum sollten eigentlich die Mitarbeiter motiviert sein, wenn diese bei ihren Chefs so wenig davon spüren?

Übrigens, ist man motiviert, wenn man weiß, worüber man sich freut? Ja! Erst dann ist man motiviert! Und das steckt an. Sie wollten heute etwas Neues lernen. Hier ist eine Gelegenheit. Wie wäre es, wenn wir ab heute drei Mal täglich, fünf Minuten, bewusst über die Frage „Worüber freue ich mich“ nachdenken würden?

Ich garantiere Ihnen eine positive Wirkung in Bezug auf Ihre Eigenmotivation, und deshalb auch auf Ihre Mitmenschen! Ich freue mich, wenn Sie Ihre Erfahrungen dazu mit mir teilen und einfach einen Kommentar zu diesem Beitrag hier hinterlassen. Oder schreiben Sie mir direkt eine Mail.

 

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Topics: Umgang mit mir selbst

Mathias Heinrich

Geschrieben von Mathias Heinrich

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