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Albert Einstein soll mal gesagt haben „Wer noch nie einen Fehler gemacht hat, hat sich noch nie an etwas Neues gewagt“. Ein weiterer typischer „Kalenderspruch“ besagt, dass wir die Herausforderungen der Zukunft nicht mit den Erfahrungen der Vergangenheit meistern werden.
Es bedarf also zweifelsohne neuer Wege, um neue Lösungen für neue Aufgaben zu finden. Die Frage ist dabei nur, welcher Weg der schnellste, beste, optimale Weg ist. An der Antwort auf diese Frage verzweifelt die Menschheit gefühlt seitdem es sie gibt. Aber, geben wir die Hoffnung mal nicht auf. Vielleicht findet die KI ja die universelle Antwort - wahrscheinlich lautet sie „42“.
Wenn wir also neue Wege beschreiten müssen um Lösungen für neue Herausforderungen zu finden, dann sind Fehler doch automatisch Teil der Antwort. Es kann nicht anders sein oder?
Machen wir uns also bewusst: Wollten wir fehlerfrei arbeiten, dann kämen wir fehlerfrei zu Ergebnissen, die uns nicht wirklich weiterbrächten weil wir erfahrene Lösungen der Vergangenheit parat haben für neue Herausforderungen der Zukunft.
Tut sich da etwas ein nicht lösbares Dilemma auf?
Nein, weil sich der vermeintliche Widerspruch in unserer Vorstellung abspielt. Würden wir nämlich unverkrampft und mit der Bereitschaft, fehlertolerante Entscheidungen zu treffen, einfach mal loslegen, ohne alle Konsequenzen mit Sicherheit abschätzen zu können, dann wäre der „gordische Knoten“ aufgelöst.
Dabei hilft uns ein paar einfache Behauptungen. Prüfe sie für dich auf deinen Wahrheitsgehalt:
Der richtige Umgang mit Fehlern, die Reflektionsfähigkeit bedeuten also das Anerkennen eigener Grenzen und der Unvollkommenheit OHNE sich dafür selbst zu verurteilen.
Die gedankliche Reihenfolge bei anstehenden Herausforderungen ist daher
Das Spannende daran ist, dass wir mit den bis heute gemachten Erfahrungen die Fehlerwahrscheinlichkeit reduzieren. Oder, um es mit Pareto zu sagen, mit 80%iger Wahrscheinlichkeit wird das Ziel im ersten Durchlauf erreicht, mit 20%iger Wahrscheinlichkeit kommt es zu einer Korrekturschleife. Diese Schleife wird wieder mit 80%iger Wahrscheinlichkeit erfolgreich sein und dann sind wir mit einer Änderung schon bei 96% Trefferwahrscheinlichkeit.
Anders ausgedrückt, keine Entscheidung zu treffen, um fehlerfrei zu bleiben, ist einer der größten (nicht wirklich quantifizierbaren) Kostenfaktoren in der Wirtschaft.
Ich frage mich jedenfalls bei jedem Fehler, der mir bewusst wird „Toll, was ich jetzt wieder daraus gelernt habe“.
Lies dazu auch folgende Blog-Artikel:
Hier noch das passende Zitat eines Beljean – Seminarteilnehmers:
Ich habe schon jetzt neue Ziele definiert und die Marschrichtung justiert. Die verschiedenen Ansätze für die Gestaltung von Mitarbeitergesprächen konnte ich unmittelbar erfolgreich umsetzen.
Andreas Henke, Inhaber der HENKE IT – Consulting