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#162 Warum kommen unsere Ideen und Botschaften bei anderen Menschen häufig nicht an? Was können wir tun, um es zu ändern? 6 Punkte, die helfen.

[fa icon="calendar"] 29.05.2020 / von Mathias Heinrich

Warum kommen unsere Ideen und Botschaften bei anderen Menschen häufig nicht an? Was können wir tun, um es zu ändern? 6 Punkte, die helfen.

(Bildquelle: Pixabay)

Als Führungskraft stehen wir immer wieder vor der Herausforderung, dass wir Informationen weitergeben müssen. Das klappt mal besser und mal schlechter. Woran liegt das und was können wir tun, damit unsere Botschaften besser ankommen und eindeutig verstanden werden?

Machen wir uns dazu bitte folgendes klar. All das, was wir weitergeben, hat zunächst den Filter unserer eigenen Erfahrung durchlaufen. Diese Erfahrungen sind so einzigartig wie wir. Wir können also nicht ernsthaft davon ausgehen, dass es einen zweiten Menschen auf der Welt gibt, der genau diese Erfahrungen in exakt dieser Reihenfolge und mit der gleichen Gewichtung gemacht hat.

Wenn dem aber so ist, dann gilt das natürlich auch für jeden Empfänger, an den wir unsere Botschaft weitersenden. Auch er hat seine Erfahrungen mit seinen Gewichtungen gemacht.

Alle Informationen (gesendet und empfangen) gehen also grundsätzlich durch diese beiden Filter (beim Sender und Empfänger). Und ich finde, wenn wir uns das mal bewusst machen, dann können wir uns wundern, wenn überhaupt der Zielkorridor beim Gegenüber ankommt oder? Noch gar nicht berücksichtigt sind dabei unterschiedliche Interessen, Kenntnisstände und Absichten.

Was also tun? Gar nicht mehr kommunizieren? Geht nicht – wir wirken immer und Wirkung ist ein (großer) Teil von Kommunikation. Ein paar Ansätze gibt es aber schon.

 

1. Geschichten vereinfachen

Machen wir es nicht so kompliziert. KISS ist in diesem Zusammenhang ein nettes Akronym –

 

Keep It Stupid and Simple.

 

Es geht nicht darum, den Gegenüber für dumm zu verkaufen, sondern mit einer Botschaft nicht die Entstehung der Welt herzuleiten.

Ein weiteres Akronym ist die KRV-Sprache – sprich so, dass dich Kinder, Rentner und Vorstände verstehen.


2. Hintergründe erläutern

Dieser Punkt mag vordergründig im Widerspruch zum ersten Punkt stehen, denn über die Erläuterung der Hintergründe mag sich eine Botschaft in die Länge ziehen. Ein (Ein-)Verständnis für eine Information, Situation oder Botschaft wird häufig schneller erreicht, wenn die Hintergründe, die zu dieser Entscheidung geführt haben, nachvollziehbar sind.

Bedenken Sie bitte für sich selbst: Welche Entscheidungen anderer Menschen können Sie selbst besser nachvollziehen? Warum soll es bei ihren Mitmenschen dann anders sein?

Leitfaden Mitarbeitergespräche hier downloaden >>

 

3. Möglichst viele Sinne ansprechen

Gerade bei längeren Erläuterungen und Ansprachen wird es ermüdend, die Informationen nur über die Ohren einfließen zu lassen. Daher ist die gut gemeinte Absicht die Ansprache des Sinnes „Sehen“ über Folien entstanden. Gut gemeint deswegen, weil viele Folien-Präsentationen nicht wirklich den Sinn „Sehen“ ansprechen, sondern aufgrund von viel Text leider eben auch nur den Sinn „Hören“.

Wie aber können wir die anderen Sinne ansprechen? Riechen, Schmecken, Tasten. Da mag Kreativität gefordert sein, unmöglich ist es gleichwohl nicht. Riechen und Schmecken geht am Besten über Nahrung, warum also nicht mal Muffins verteilen. 3D-Drucker helfe, den Tastsinn zu aktivieren.


4. Einfluss nehmen statt Macht ausüben

Menschen dazu zu bewegen, etwas zu tun, was getan werden muss, hat viel mit der Gradwanderung zwischen Motivation und Manipulation zu tun. „Ich möchte, dass du … erledigst“, bedeutet Macht ausüben und manipulieren, denn niemand tut das gern, wozu er nachhaltig „genötigt“ wird.

„Was können wir tun, um … zu erreichen (und wie kann ich dich ggf. dabei unterstützen)?“ fördert die Übernahme von Eigenverantwortung, stärkt die Persönlichkeit und gibt die nötige Freiheit, ohne den Einfluss der Führungskraft außer Acht zu lassen.


5. Zeit nehmen

Vieles passiert zwischen „Tür und Angel“ und so werden auch viele Informationen zwischen „Tür und Angel“ weitergegeben – wir haben ja schließlich auch noch was anderes zu tun.

Wieviel Zeit aber wird im Anschluss dafür angewendet, wenn Missverständnisse aus dem Weg zu räumen sind? Wieviel Energie wird dafür sinnlos aufgewendet? Wieviel Zeit und Energie wird aufgewendet, weil aufgrund von Missverständnissen in die falsche Richtung losgelaufen wird? Was sparen wir also, wenn wir uns zuvor etwas mehr Zeit für eine eindeutige Kommunikation nehmen?


6. Rückfragen stellen

  • „Wie ist das, was ich dir grad gesagt habe, bei dir angekommen?“

  • „Wie hast du das verstanden?“

  • „Kannst du mir das bitte aus deiner Sicht noch einmal zusammenfassen?“

Aus den Antworten lassen sich Missverständnisse und Fehlinterpretationen schnell erkennen und im Konsens beheben.

 

Ich wünsche Ihnen, dass Ihre Informationsweitergabe weitestgehend problemlos und unkritisch an Ihr Team erfolgt. Ich freue mich, wenn Sie mir Ihre Erfahrungen und Meinung dazu mir per Mail oder über die sozialen Medien mitteilen.

 

Hier noch das passende Zitat einer Teilnehmerin:
Neben der Erweiterung meiner vertrieblichen Kommunikationsfähigkeiten habe ich positiv verändernde Erkenntnisse für all meine Lebensbereiche gewonnen und stelle schon jetzt eine positive Veränderung meiner Persönlichkeit fest. Ich bin beeindruckt, wie Vorstellungen zum Positiven hin doch tatsächlich zu positiveren Handlungen und Ergebnissen führen. Die Macht der positiven Vorstellung ist alles. Bitte weiter so Mathias – mit Herz, Leidenschaft und deinen vielen tollen Erkenntnissen, die du uns auf den Weg gegeben hast, ganz authentisch.
Stefanie Krause, Junior CRM Beraterin der infinitas GmbH, Hannover

 

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Topics: Führungskraft, Mitarbeitergespräche, Mitarbeiterführung

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